Lüftungslabor
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Lüftungslabor

Das Lüftungslabor beinhaltet ein mobiles Modell einer Wohnungslüftungsanlage. Diese besteht aus einer Ventialtoreinheit mit Wärmerückgewinnung, einem Rohrsystem mit Telefonieschalldämpfern, Taschenfiltern sowie Irisblenden und Tellerventilen zur Luftmengenregelung. Mit diesem Modell kann die prinzipielle Funktionsweise einer Wohnraumlüftung aufgezeigt werden. In Versuchen wird durch die Veränderung des Druckverlustes die Auswirkungen auf den elektrischen Stromverbrauch gemessen. Hierbei wird der Zusammenhang von Druckverlust zu Energiebedarf deutlich.

Die Integration von Studierenden in die anwendungsorientierte Forschung wurden bereits 2015 durch den Einsatz des Lüftungslabors ermöglicht. Das Lüftungslabor war Gegenstand eines Praxisprojektes bei welchem Studierende durch das Technische Büro Andreas Greml beauftragt wurden, eine Studie zur Wohnraumlüftung durchzuführen. Das Ziel war hierbei die Anschaffungskosten der Filter dem erhöhten Stromverbrauch durch Verschmutzung gegenüberzustellen und durch die Studie den optimalen Zeitpunkt eines Filterwechsels zu ermitteln. So wurde eine Strategie zur optimierten Filterwartung entwickelt. Darüber hinaus wurden im Rahmen der Studie Druckverluste im Rohrsystem unterschiedlicher Hersteller miteinander verglichen, um die Möglichkeiten einer vereinfachten Auslegung zu validieren. Zur Erreichung der Zielsetzung wurden an das Wohnraumlüftungsgerät Lüftungsschläuche und Auslässe unterschiedlicher Hersteller montiert, um die transportierten Luftmengen zu vermessen. Anhand der Ergebnisse wurde ein Excel Tool erstellt, mit dessen Hilfe eine Vorauswahl an Blenden, zum hydraulischen Abgleich der Lüftungsanlage ermittelt werden konnte und für verschiedene Herstellertypen einen Vergleich bietet.

Im Rahmen der Digitalisierung wird das Gerät im Augenblick mit einen Einplatinencomputer (Raspberry Pi) und Drucksensoren ausgestattet. Diese Sensoren messen den Differenzdruck an den Irisblenden. Mit dem Raspberry Pi können aus diesen Werten und den Faktoren der Irisblenden die Volumenströme berechnet werden. Diese werden in Echtzeit auf dem Bildschirm angezeigt und unterstützen die Studierenden bei der Einregulierung der Luftmengen.

Das Lüftungslabor befindet sich im Audimax (E.12) der Fachhochschule Kufstein Tirol. Dieser Raum wird über eine Quelllüftungsanlage unter den Sitzreihen versorgt. Durch das Einbringen von Nebel in den Zuluftstrom kann die Funktionsweise einer Quelllüftung anschaulich gezeigt werden. 

Lüftungsgerät

Ventilator

Rohrsystem mit Telefonieschalldämpfer

Taschenfilter

Irisblende

Tellerventile

Raspberry Pi

Quellluftauslass

Luftströmung